Blitze, Hitze und Kälte. Diesen Gefahren können Sie bei bei richtigem Verhalten aus dem Weg gehen bzw. vorbeugend reagieren.

 

Gewitter beim Wandern

Gewitter sind bei aufziehendem Schlechtwetter oft schneller da als man einschätzen kann. Man sollte Schlechtwetterfronten nicht unterschätzen frühzeitig auf einen Wetterumschwung reagieren.

So können Sie Blitzeinschläge auf ein Minimum reduzieren:

  • Vermeiden Sie den Aufenthalt an exponierten Stellen (Kuppen, Grate, allein stehende Bäume, Masten jeglicher Art)
  • auf ebenem Gelände möglichst klein machen
  • in Gebäuden und Autos:
    Fenster und Türen schließen, weg von Eingängen, Fenstern, Elektrogeräten, Telefon und Funkgeräten
  • in Höhlen und Überhängen: weg von Eingang und Seitenwänden! Gefahr von Steinschlag und Erdrutsch beachten!
  • runter von Seen und Flüssen!
  • Metallgegenstände ablegen (Regenschirm, Eispickel, Waffen, Skistöcke, ...)
  • versuchen trocken zu bleiben!

Stromschlag durch Schrittspannung

Wenn Blitze einschlagen, fließt der Strom durch den Boden. Bei trockenem Untergrund leitet der menschliche Körper besser als der Boden. Da sich der Strom immer den "einfachsten" Weg sucht, wird er in diesem Fall durch den Körper gehen und das kann tödlich sein. Durch das Schließen der Beine (nur ein Kontakt zum Boden) oder einen gut isolierten Untergrund können Sie dies vermeiden.

 

Reaktionen auf Temperaturunterschiede

Der menschliche Körper ist nur in einem sehr engen Temperaturbereich lebensfähig. Körpertemperaturen unter 33°C und über 41°C können tödlich sein. Der Körper versucht daher ständig ein Wärmegleichgewicht zwischen abgegebener und erzeugter Wärmemenge zu halten, damit die Optimaltemperatur von 36-37°C erhalten bleibt. Bei einer zu hohen Körpertemperatur stellt der Körper die Gefäße weiter und produziert mehr Schweiß. Verdunstet dieser auf der Hautoberfläche, kühlt das die Haut und hilft die Körpertemperatur, trotz großer Hitze, konstant zu halten. Unter extremen Bedingungen kann dieses Kühlsystem jedoch überlastet sein und es kommt zu gesundheitlichen Problemen.Sowohl die Wärmeerzeugung als auch die Kühlung sind nur in einem begrenzten Rahmen möglich. Verliert der Körper mehr Wärme, als er erzeugen kann, so erfriert der Mensch. Kann er nicht genug Wärme abführen, um ein Überhitzen zu vermeiden, so wird er kollarbieren (hohes Fieber, Hitzeschlag). Beim Wandern sollten Sie auf die Signale des Körpers besonders achten!
 
Warnzeichen eines Hitzeschlages:
  • stark erhöhte Körpertemperatur
  • heiße, trockene, rote Haut
  • Kopfschmerz
  • Schwindel
  • Erbrechen
  • beschleunigte Atmung
  • beschleunigter Herzschlag
  • eventuell Bewusstlosigkeit
  • Krampfanfälle

 

Der Winter und seine Kälte

Unterkühlung ist eine häufige Todesursache. Sie kann nur vermieden werden, wenn weiteres Abkühlen verhindert und Wärme zugeführt wird. Jeder, der viel draußen unterwegs ist, muss daher Notfallmaßnahmen gegen Unterkühlung kennen - so auch beim Wandern:

  • Schweiß und nasse Kleidung vermeiden
  • versuchen Feuer zu machen, um etwas Wärme zu erzeugen
  • Unterschlupf (Windschutz, Regenschutz)
  • wenn möglich heißes Getränk/Suppe zu sich nehmen
  • der Kälte wenig Angriffsfläche bieten (in Gruppen zusammenkauern)
  • gegenseitig wärmen, bewegen, motivieren, kontrollieren
  • bei Erschöpfung, Unterkühlung nicht schlafen!