Achtsamkeit in der unmittelbaren Umgebung

Das herrliche Gebirgspanorama des Hochschwabs lockt schon bei der Anfahrt zum Bodenbauer. Drinnen, beim Parkplatz, geht der erste Blick der meisten Besucher nach oben. Die Imposanz und Beständigkeit der felsigen Riesen hier wirkt für sich.

Energie gibt es aber auch von unten. Es sprudelt nicht nur bestes Hochschwab-Wasser, sondern auch besondere Energie aus dem Boden beim Bodenbauer. Am Panoramaweg, einem barrierefreien Erholungsweg, liegt - ausgehend vom Hochschwabmuseum entlang des Fichtenwaldes - der Entspannungsplatz. Er ist ein „besonderer Platz“, biosensorisch vermessen durch das Institut für Biosensorik und bioenergetische Umweltforschung, einem Partnerinstitut der Ludwig-Boltzmann-Forschungsstelle für Biosensorik.

Dieser Quell positiver Energie ist ein Geheimtipp für alle, die innere Ruhe und Entspannung auf besondere Art und Weise erleben wollen. Wie? Indem sich der oder die Experimentierfreudige einfach ins Zentrum des ausgewiesenen Platzes stellt und die Achtsamkeit nach innen lenkt, auf das Dort-Stehen, das Ein- und Ausatmen, die Körperempfindungen. Und indem er oder sie nachspürt, ob und was passiert – am besten ohne große Erwartungen. Die angestrengte Suche nach Entspannung kann paradoxerweise stressen.

Die wissenschaftlichen Messungen jedenfalls wiesen bei einigen Versuchspersonen signifikante Veränderung der Körperwerte aus. Bei allen Teilnehmern zeigte sich eine Harmonisierung der Körpermeridiane, die sich positiv auf die Organfunktion auswirkt. Das vegetative Nervensystem reagierte etwas langsamer. Dieser Platz könnte für Menschen, die im Alltagsstress den Kontakt mit sich selbst verloren haben, besonders positiv wirken.


Natürlich lässt sich darüber streiten, ob der Platz selbst oder das Wissen um die Besonderheit des Platzes wirkt. Fragt man die Leute, so berichten viele von einer neuen Qualität der inneren Ruhe, einem feineren Gefühl für sich selbst und die Umgebung. Und wenn sich nichts tut, dann kann man auch das zur Kenntnis nehmen und wieder loslassen.

Der Panoramaweg, der rund 30 Minuten Gehzeit in Anspruch nimmt, bietet viele bezaubernde Stellen und Kraftplätze, um achtsam zu beobachten und Energie zu tanken: Die Buchenbäume in ihrer Standhaftigkeit, die Waldränder mit ihren Alpenblumen, die romantische Wildwiese, das bewusste Gehen und Stehenbleiben entlang des Forstwegs und des Wanderwegs, das Wegkreuz unter einer großen Buche, weite Fichtenwälder, betriebsame Ameisenhaufen am Ameisenlehrpfad, eine Almweide mit Ahorn und Esche oder der sogenannte „Hirschlosplatz“. Auch wenn keine Hirsche zu „losen“ sind – die Natur bietet eine reichhaltige Geräusch- und Geruchskulisse, um alle Sinne anzuregen. Die Grimassen der Büchsenmacher-Rosl-Statue machen fröhlich. Der Rundweg kann Gespräche anregen; er lässt sie aber auch verebben. Auch im Schweigen, wenn die innere Stimme hörbar wird, lässt es sich gut erholen.

Die größte Kraftquelle liegt sicherlich in einem selbst. Die ausgleichende Energie der Natur, der Luft und des Klimas am Boden des Hochschwabs tun das ihre und ganz Besondere dazu.

Bergführer

Jürgen Wietrzyk

Training

Elke Ferstl

 

Gesundheitsfördernde Seminare/Angebote indoor und in der Natur, rund um Stressmanagement, MBSR/Achtsamkeit & Entspannung.